Bald 500 Mitglieder bei der Freiwillige Feuerwehr Pförring Sammiller: "Feuerwehr braucht mehr Bürger, die mithelfen"

Ehrung und Beförderung JHV 2011

Die Freiwillige Feuerwehr Pförring ist im vergangenen Jahr um 35 auf 488 Mitglieder gewachsen. Jetzt will Vorsitzender Peter Wölfl die 500 voll machen. Die Weihe der zwei neuen Feuerwehrautos war für den Pförrringer Feuerwehrverein wie für die aktive Truppe der Höhepunkt des vergangenen Jahres, sagte Vorsitzender Peter Wölfl. Kommandant Christoph Bürzer dankte Bürgermeister und Gemeinderat für den Weitblick, den sie mit dem kauf der neuen Fahrzeuge bewiesen hätten. Als Erfolg verbuchte der Vorsitzende den Feuerwehrball, den 235 Gäste besuchten und auch die Hotzone Party, die allein von den jungen Kameraden um Stefan Pollinger gestemmt worden sei, habe gute Resonanz gefunden. Der Feuerwehrverein habe sich darüber hinaus an zahlreichen weltlichen und kirchlichen Veranstaltungen beteiligt, wie den Jubiläen der Petrijünger, der Feuerwehr Lobsing und des TSV Pförring.
Jugendwart Michael Kühner und seine 16 Buben und 5 Mädchen starke Truppe haben Leistungsabzeichen und Jugendspange erworben und auch beim Kreisjugendfeuerwehrtag teilgenommen. Drei neue Aktive verstärken die First-Responder-Gruppe. Abteilungsleiter Karl Bösl berichtete von insgesamt 173 Einsätzen. 83 entfielen nach der Statistik seines Stellvertreters Bernhard Lohr auf Pförring, weitere 30 auf das Seniorenheim. Die 14 Männer und vier Frauen haben 8700 Stunden Bereitschaftsdienst geleistet.
Zusammen mit denen der First Responder Einheit zählte Kommandant Christoph Bürzer 229 Einsätze, darunter neun Brände. Fünfmal wurde die Feuerwehr zu Verkehrsunfällen gerufen. Aber auch die Öffnung einer Tür, die Suche von Personen, die Rettung von Tieren, die Beseitigung von Wespennestern und das Räumen von Schneelasten und die Trockenlegung von Kellern gehörte zum Aufgabenspektrum der 68 aktiven Feuerwehrleute. In 1500 Übungsstunden und zahlreichen Lehrgängen haben sich die Floriansjünger auf diese Einsätze vorbereitet. Bei der Inspektion sei die Arbeit der Gerätewarte als vorbildlich gelobt worden, sagte Bürzer. Wegen der Vielzahl der Übungen mit den neuen Fahrzeugen habe sich die Pförringer Wehr nicht an der Feuerwehraktionswoche beteiligt. Den Slogan der Woche "Stell dir vor du drückst und alle drücken sich", legte Bürzer den Pförringern dennoch ans Herz. Wenn sich nicht mehr Bürger bereit erklärten, mitzumachen, werde die Zahl der Aktiven dramatisch sinken.
Bernhard Sammiller stieß als Kreisbrandinspektor ins selbe Horn. 500 Mitglieder seien eine tolle Geschichte für den Verein, "die Feuerwehr braucht aber auch mehr Bürger, die mithelfen." Als leuchtendes Beispiel nannte er die Familie von Alfred Kügel, dessen Söhne und Enkel bei der Feuerwehr aktiv seien. "Wie er müssen wir es schaffen, den Feuerwehrdienst weiterzugeben an die nächste Generation." In seinem Grußwort als Bürgermeister dankte Sammiller den Verantwortlichen. Besonders lobte er Kreisbrandmeister Franz Waltl, dessen Jugendfeuerwehrkonzept inzwischen Modellcharakter habe und die First-Responder-Einheit, die jeden zweiten Tag im Einsatz und damit einfach nicht mehr wegzudenken sei.
Kreisbrandinspektor Sammiller verlieh Nadine Huber und Silvia Zehnetbauer die bronzene Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbands Eichstätt. Nadine Huber ist seit 1996 bei der Freiwilligen Feuerwehr Pförring und kann zahlreiche Positionen vom Funker über den Maschinisten und Gerätewart bis zum Lkw-Fahrer besetzen. Silvia Zehentbauer ist seit 1999 aktiv und hat sich als Sanitäterin, Schriftführerin und Öffentlichkeitsreferentin verdient gemacht. Für 25 jahre aktiven Dienst wurde Franz Kügel ausgezeichnet. Kommandant Christoph Bürzer beförderte Michael Kühner, der seit drei Jahren die Jugendgruppe leitet, zum Löschmeister. Stefan Pollinger, Gerätewart und Vizevorstand sowie Gerätewart Harry Schirmer und seinen Stellvertreter Manuel Unterburger ernannte 1. Kdt. Bürzer zu Oberlöschmeistern. Bürgermeister Sammiller zollte den Geehrten und Beförderten seinen Respekt, weil damit nicht etwa mehr Geld, sondern nur mehr Arbeit und weniger Freizeit verbunden sei. (kue)

FW-Ehrenzeichen

FF-Ettling
FF-Gaden
FF-Lobsing
FF-Pförring 10 + 20 Jahre
FF-Pförring 20 + 30 Jahre
FF-Pirkenbunn
FF-Wackerstein
Urkunde

Der Markt Pförring hat zum ersten Mal das neu geschaffene „Ehrenzeichen für aktiven Dienst in den Freiwilligen Feuerwehren der Marktgemeinde“ verliehen. 143 Feuerwehrleute wurden im Rahmen einer festlichen Sondersitzung des Gemeinderats ausgezeichnet.

Im Januar hat der Pförringer Gemeinderat einstimmig die Satzung zur Schaffung eines Ehrenzeichens für aktiven Feuerwehrdienst beschlossen. Bürgermeister Bernhard Sammiller zitierte zu Beginn der Sondersitzung aus der Präambel, in der es heißt, „der aktive ehrenamtliche Dienst in den Feuerwehren der Marktgemeinde Pförring ist für den Schutz und die Sicherheit der Bevölkerung des Marktes Pförring und seiner Ortsteile unentbehrlich“. Die Auszeichnung besteht aus einer blau-weiß geteilten Bandschnalle mit dem Wappen des Marktes Pförring und wird auf Antrag des Kommandanten zusammen mit einer Urkunde in drei Stufen verliehen: Bronze für 10 Jahre, Silber für 20 Jahre und Gold für 30 Jahre aktiven Dienst. 

„Den Feuerwehrfrauen und –männern gebührt für ihren lebensnotwendigen Dienst nicht nur wohlwollende Anerkennung sondern auch ein besonderer Dank“, sagte Sammiller. Freiwillig ehrenamtlich einer Feuerwehr anzugehören sei kein Hobby, sondern Verpflichtung, sich einzusetzen für Gesundheit, Leben und den Schutz von Hab und Gut der Mitmenschen. „Dafür haben Sie mehr als zehn, zwanzig oder gar dreißig Jahre lang das Wertvollste eingesetzt, was Sie haben, ein Stück Ihrer Lebenszeit“, würdigte Sammiller das Engagement Geehrten.

Damit „unser Zuhause“ auch in Zukunft sicher ist, dürften die Feuerwehrleute nicht vergessen, junge Leute zu begeistern. „Die Technik allein wird’s nicht richten“, sagte Sammiller in Anspielung auf die zwei neuen Autos und die neue Tragkraftspritze, die der Markt Pförring heuer gekauft hat. An die altgedienten Floriansjünger appellierte Sammiller, „geben Sie ihre innere Einstellung weiter an Ihre Kinder und Enkel“. 

Da heuer das kommunale Ehrenzeichen zum ersten Mal vergeben wurde, war die Zahl der Dienstjubilare nicht nur sehr groß. Unter Ihnen waren auch etliche, die schon das Goldene Abzeichen für 40 Dienstjahre erhalten hatten. Zu dieser Gruppe hätte auch Bürgermeister Sammiller gezählt, wie seine Stellvertreter Thomas Batz und Marieluise Resch bekannt gaben. Nach der zügigen Verleihung der Urkunden und Abzeichen durch Bürgermeister Sammiller und Kreisbrandmeister Franz Waltl – er hatte die Idee zu der kommunalen Auszeichnung -, gab es beim Stehempfang in er Schulaula ausgiebig Gelegenheit zum Gedankenaustausch. (kue)

Kasten: 

„Ich will Feuerwehrmann werden!“ Diesem bekannten Wunsch des kleinen Drachen Grisu setzte Sammiller die Frage entgegen „Ja warum eigentlich?“ und beantwortete es mit Auszügen aus einem bekannten Feuerwehrgedicht: „Ich wünschte, du könntest meine Gedanken lesen, wenn ich zu einem entstehenden Feuer oder einem Unfall gerufen werde. Ich wünschte, du könntest fühlen wie es ist, ein brennendes Schlafzimmer nach eingeschlossenen Kindern abzusuchen. Ich wünschte, du könntest nachvollziehen wie es ist, wenn ich helfe, eine jungen Frau aus den Trümmern ihres Wagens zu retten. Ich wünschte du könntest dabei sein, wenn der Notarzt das kleine Mädchen für tot erklärt, nachdem ich zuvor 25 Minuten lang versucht habe, es am Leben zu halten. Ich wünschte, du könntest die Kameradschaft und die Befriedigung erfahren, Leben gerettet oder jemandes Eigentum geschützt zu haben, da zu sein zur richtigen Zeit am richtigen Ort, in der Gefahr oder aus der Hektik und dem Chaos Ordnung zu schaffen.

So lange du dieses Leben nicht durchgemacht hast, wirst du nicht wirklich verstehen, wer ich bin, was wir sind oder was uns unsere Arbeit wirklich bedeutet. Ich wünschte, du könntest es!“

 


143 Floriansjünger ausgezeichnet!

 

Sieben Frauen stehen ihren Mann: Bürgermeister Bernhard Sammiller ehrte Veronika Schlittenbauer, Daniela Peter und Rosemarie Mayer von der Feuerwehr Pirkenbrunn für zehn Jahre, Sabine Böck aus Pförring für 20 Jahre, Nadine Huber aus Pförring für zehn Jahre, Ulrike Heinrich aus Wackerstein für 20 Jahre und Silvia Zehentbauer aus Pförring für zehn Jahre aktiven Dienst (von links) - Foto: Kügel 

 

Bürgermeister Bernhard Sammiller zitierte zu Beginn der Sondersitzung aus der Präambel, in der es heißt, „der aktive ehrenamtliche Dienst in den Feuerwehren der Marktgemeinde Pförring ist für den Schutz und die Sicherheit der Bevölkerung des Marktes Pförring und seiner Ortsteile unentbehrlich“. 

Die Auszeichnung besteht aus einer blau-weiß geteilten Bandschnalle mit dem Wappen des Marktes Pförring und wird auf Antrag des Kommandanten zusammen mit einer Urkunde in drei Stufen verliehen: Bronze für zehn Jahre, Silber für 20 Jahre und Gold für 30 Jahre aktiven Dienst. „Den Feuerwehrfrauen und –männern gebührt für ihren lebensnotwendigen Dienst nicht nur wohlwollende Anerkennung, sondern auch ein besonderer Dank“, sagte Sammiller. Freiwillig ehrenamtlich einer Feuerwehr anzugehören sei kein Hobby, sondern Verpflichtung, sich einzusetzen für Gesundheit, Leben und den Schutz von Hab und Gut der Mitmenschen. „Dafür haben Sie mehr als zehn, 20 oder gar 30 Jahre lang das Wertvollste eingesetzt, was Sie haben, ein Stück Ihrer Lebenszeit“, würdigte Sammiller das Engagement Geehrten.

Damit „unser Zuhause“ auch in Zukunft sicher ist, dürften die Feuerwehrleute nicht vergessen, junge Leute zu begeistern. „Die Technik allein wird’s nicht richten“, sagte Sammiller in Anspielung auf die zwei neuen Autos und die neue Tragkraftspritze, die der Markt Pförring heuer gekauft hat. An die altgedienten Floriansjünger appellierte Sammiller, „geben Sie ihre innere Einstellung weiter an Ihre Kinder und Enkel“.

Da heuer das kommunale Ehrenzeichen zum ersten Mal vergeben wurde, war die Zahl der Dienstjubilare nicht nur sehr groß. Unter Ihnen waren auch etliche, die schon das Goldene Abzeichen für 40 Dienstjahre erhalten hatten. Zu dieser Gruppe hätte auch Bürgermeister Sammiller gezählt, wie seine Stellvertreter Thomas Batz und Marieluise Resch bekannt gaben. Nach der zügigen Verleihung der Urkunden und Abzeichen durch Bürgermeister Sammiller und Kreisbrandmeister Franz Waltl – er hatte die Idee zu der kommunalen Auszeichnung –, gab es beim Stehempfang in er Schulaula ausgiebig Gelegenheit zum Gedankenaustausch.

Von Sebastian Kügel